Förderpreis Dr. Dieter & Ulrike Scheid für Bildende Kunst 2019

Marius Buck wurde für die Klangskulpturen „Die Drei“ ausgezeichnet


Die Preisverleihung fand im Rahmen der AbsolventInnenfeier am 19. Juli 2019 statt.

Die Masterarbeit „Die Drei“ von Marius Buck war im Rahmen der Ausstellung „Baum & Bild 2019“ vom 19. bis 21. Juli 2019 im Saarbrücker Deutsch-Französischen Garten zu sehen.

Das Sammlerehepaar Dr. Dieter und Ulrike Scheid vergibt seit 2014 einen Nachwuchsförderpreis für eine herausragende Abschlussarbeit aus dem Bereich der Bildenden Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Der Preis ist mit € 2.500 dotiert.

Seit 2014 konnten sieben Absolventinnen und Absolventen mit dem Preisgeld ausgezeichnet werden.  (2014: Simon Kloppenburg, 2015: Bongjun Oh, 2016: Maria Seitz, 2017: Rosita Patricia Hofmann und Mathias Aan’t Heck – jeweils. 1.500 Euro, 2018: Kathrin Lambert und Christiane Wien – jeweils. 1.500 Euro).
2019 wurde der Preis zum sechsten Mal ausgeschrieben.

Der Jury gehörten, neben den Stiftern, Dr. Roland Mönig, künstlerischer Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Prof. Ralf Werner, HBKsaar (Bildnerische Grundlagen) sowie der frühere HBKsaar-Professor Sigurd Rompza an. Die Jury sichtete 21 Abschlussarbeiten der aktuellen Ausstellungssituation sowie 6 Dokumentationen vorangegangener Prüfungen. Nach intensiver Diskussion konnte einstimmig ein Preisträger ermittelt werden:

Den Förderpreis Dr. Dieter & Ulrike Scheid für Bildende Kunst 2019 erhält Marius Buck für seine Masterarbeit, die Klangskulpturen, „Die Drei“, die im Rahmen der Ausstellung „Baum & Bild 2019“ vom 19. bis 21. Juli 2019 im Deutsch-Französischen Garten zu sehen, zu hören und zu erleben war.

 

Begründung der Jury: 

Die Klangskulpturen „Die Drei“ von Marius Buck zeichnen sich durch eine in hohem Maße organische Integration in die Naturumgebung der Parklandschaft des Deutsch-Französischen Gartens aus. Die Installationssituation wird sukzessive wahrgenommen. An einem Waldweg hinter dem Musikpavillon ist ein ephemeres akustisches Signal erfahrbar, bei dem erst nach und nach deutlich wird, dass es nicht von der Natur – Vogelstimmen, Wind. Blätter- oder Wasserrauschen – hervorgebracht wird. Die zurückgenommen-wohltuende Vibration des Klanges erzeugt zunächst eine Irritation, da nicht deutlich wird, wo die Quelle der auditiven Atmosphäre zu verorten ist.

Drei gewölbte Bronzebleche sind als einerseits materiell-skulpturale Setzungen ästhetisch homogen in die Waldlandschaft eingebunden und entsenden andererseits, indem sie in Schwingung versetzt werden, eine sich immateriell ausbreitende und in die Naturwelt eingebundene Klangumgebung, die den Ort mit einer besonderen sensuellen Qualität auflädt.

Marius Buck, der nach seinem Schlagzeug-Studium an der Hochschule für Musik Saar, seit 2018 ein Master-Studium im Bereich Freie Kunst/Sound Art absolviert, ist in verschiedenen Bands und Klangkunstformationen engagiert; er betreibt zudem seine eigene Instrumentenwerkstatt, speziell für Becken, in der er produzieren, experimentieren und forschen kann. 

Somit verbinden sich in der Arbeit von Marius Buck musikalisches Wissen, qualifizierter Umgang mit analog klangerzeugenden Materialien und soundbasierte raumbezogene Interventionsansätze.

Mit den Klangskulpturen „Die Drei“ integriert Marius Buck skulpturale Erscheinung, auditive Produktion und ortsspezifische Realisierung als ein künstlerisches Konzept in überzeugender Weise.

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